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Melvin Conway

Amerikanischer Informatiker, dessen Beobachtung von 1968 als Conways Gesetz bekannt wurde: Systeme spiegeln die Kommunikationsstruktur der Organisation, die sie baut.

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#Softwarearchitektur#Organisation

Melvin Conway arbeitete als Programmierer und Informatiker in der frühen Computerindustrie. In Fachkreisen ist er auch dafür bekannt, den Begriff der Koroutine geprägt zu haben, ein Konzept aus dem Compilerbau.

1968 veröffentlichte er in der Zeitschrift Datamation den Aufsatz „How Do Committees Invent?“. Darin argumentierte er, dass Organisationen, die Systeme entwerfen, zwangsläufig Systeme hervorbringen, deren Struktur ihre eigene Kommunikationsstruktur abbildet. Die Zeitschrift Harvard Business Review hatte den Text zuvor abgelehnt, weil Conway die These nicht bewiesen habe. Der Softwareingenieur Fred Brooks griff sie später in seinem Klassiker The Mythical Man-Month auf und nannte sie Conways Gesetz.

Die Beobachtung ist heute ein Grundgedanke der Softwarearchitektur und der Organisationsgestaltung für Technikteams. Im Wissensbereich verbindet sie Datenarchitektur und Organisation.