Norman Mackworth arbeitete während und nach dem Zweiten Weltkrieg an der Applied Psychology Unit des britischen Medical Research Council in Cambridge. Die Royal Air Force hatte beobachtet, dass Radarbeobachter bei der U-Boot-Suche gegen Ende ihrer Schicht Ziele übersahen. Mackworth sollte herausfinden, warum.
Er entwickelte dafür eine Versuchsanordnung, die als Mackworth-Uhr bekannt wurde: Ein Zeiger springt in gleichmäßigen Schritten, gelegentlich macht er einen doppelten Sprung, den die Versuchspersonen melden sollen. Der Befund, veröffentlicht Ende der 1940er Jahre, begründete die Vigilanzforschung: Die Trefferquote sank schon in der ersten halben Stunde deutlich (siehe Vigilanzabfall).
Später forschte Mackworth auch zu Blickbewegungen und entwickelte Geräte, mit denen sich verfolgen ließ, wohin Menschen schauen. Seine Vigilanzforschung ist heute für jede Tätigkeit relevant, in der Menschen ein meist fehlerfreies System überwachen sollen.