Thomas Sheridan lehrte über Jahrzehnte am Massachusetts Institute of Technology und verband dort Maschinenbau mit angewandter Psychologie. Er untersuchte, wie Menschen Roboter und automatisierte Systeme aus der Ferne steuern, etwa Tauchroboter oder Raumfahrtsysteme, und prägte dafür den Begriff der supervisory control: Der Mensch steuert nicht mehr direkt, sondern überwacht, plant und greift ein.
1978 beschrieb er mit William Verplank eine Skala von zehn Automatisierungsgraden, von „der Mensch macht alles“ bis „der Computer handelt, ohne den Menschen zu informieren“. Die Skala wurde später mit Raja Parasuraman und Christopher Wickens verfeinert und ist bis heute Grundlage vieler Diskussionen über Autonomie, vom autonomen Fahren bis zu KI-Agenten.
Sheridan betonte früh, dass mehr Automatisierung nicht automatisch weniger Arbeit für den Menschen bedeutet, sondern andere und oft schwierigere Arbeit.