Christopher Sims ist vor allem als Makroökonom bekannt. Den Wirtschaftsnobelpreis erhielt er 2011 gemeinsam mit Thomas Sargent für Methoden, mit denen sich Ursache und Wirkung in der Wirtschaftspolitik empirisch untersuchen lassen, etwa wie sich eine Zinsänderung auf Inflation und Produktion auswirkt.
Für das Thema Mensch und Automation ist ein anderer Beitrag wichtiger. 2003 veröffentlichte Sims einen Aufsatz über die Folgen rationaler Unaufmerksamkeit. Er übertrug ein Maß aus der Informationstheorie auf menschliches Verhalten: Aufmerksamkeit hat eine begrenzte Kapazität, und Menschen verteilen sie so, dass sie mit dem geringsten Aufwand den größten Nutzen haben. Daraus lässt sich erklären, warum Menschen auf manche Informationen träge reagieren, ohne ihnen Unvernunft zu unterstellen.
Der Gedanke knüpft an Herbert Simons begrenzte Rationalität an und hat eine große Forschungsliteratur in der Ökonomie angestoßen.