Don Norman war Professor für Kognitionswissenschaft an der University of California in San Diego und arbeitete später bei Apple, wo er in den 1990er Jahren den Begriff User Experience in die Praxis einführte. Mit Jakob Nielsen gründete er die Nielsen Norman Group, eine bekannte Beratung für Usability.
Sein einflussreichstes Buch ist The Design of Everyday Things, das 1988 zunächst unter dem Titel The Psychology of Everyday Things erschien. Norman zeigt darin an Türen, Wasserhähnen und Herdplatten, dass viele sogenannte Bedienfehler in Wahrheit Gestaltungsfehler sind. Begriffe wie Affordance (was ein Gegenstand an Handlungen nahelegt), Mapping (wie Bedienelemente und Wirkung zusammenpassen) und Forcing Function gehören seitdem zum Grundvokabular des Designs.
Normans Grundhaltung ist für die Gestaltung von KI-Systemen besonders wertvoll: Wenn Menschen immer wieder denselben Fehler machen, liegt das Problem meist nicht bei den Menschen, sondern beim System.