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Service Value System

Zentrales Modell von ITIL 4, das beschreibt, wie die Bestandteile einer Organisation zusammenwirken, um aus Chancen und Nachfrage Wert zu schaffen.

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#ITIL#Service Management

Das Service Value System (SVS) ist das Kernmodell von ITIL 4, der 2019 erschienenen Fassung des Regelwerks für das IT-Service-Management. Es beschreibt, wie alle Komponenten und Aktivitäten einer Organisation zusammenwirken, damit aus Chancen und Nachfrage Wert für Nutzer entsteht. Die Rechte an ITIL lagen zunächst bei AXELOS und liegen seit 2021 bei PeopleCert.

Das SVS besteht aus fünf Teilen: den Leitprinzipien als allgemeiner Orientierung, der Governance (wie die Organisation gelenkt wird), der Service-Wertschöpfungskette mit sechs Aktivitäten (Planen, Verbessern, Einbinden, Design und Transition, Beschaffen und Erstellen, Bereitstellen und Unterstützen), den Praktiken, im Regelwerk 34, sowie der fortlaufenden Verbesserung. Die Aktivitäten werden je nach Bedarf zu Wertströmen kombiniert, nicht als feste Prozesskette durchlaufen.

Der Wert entsteht dabei nach ITIL gemeinsam mit den Nutzern, nicht allein beim Anbieter. Das unterscheidet das Modell von älteren, prozessorientierten ITIL-Fassungen. Im Wissensbereich wird es im Artikel zu ITIL 4 erläutert.

Zur Kritik: Das Modell ist bewusst allgemein gehalten und sagt wenig darüber, wie man es in einer konkreten Organisation umsetzt. Aussagen zu seinem Nutzen stützen sich überwiegend auf Erfahrungsberichte und die Herausgeber selbst; unabhängige Wirkungsstudien sind mir nicht bekannt.

Quellen

  • AXELOS (2019): ITIL Foundation, ITIL 4 Edition. TSO, London.