Person / BausteinErklärt einen einzelnen Begriff oder stellt eine Person vor, in wenigen Absätzen. Artikel greifen darauf zurück. Zum Nachschlagen.Baut auf: Wirtschaftspsychologie · Software & KI

Herbert Simon

Amerikanischer Sozialwissenschaftler (1916–2001), Begründer des Konzepts der begrenzten Rationalität, Wirtschaftsnobelpreisträger 1978 und Pionier der künstlichen Intelligenz.

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#Entscheidungen#KI#Organisation

Herbert Simon lehrte an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh und arbeitete in so vielen Fächern, dass man ihn kaum einem zuordnen kann: Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Ökonomie, Psychologie und Informatik.

In seinem ersten Buch Administrative Behavior (1947) untersuchte er, wie Entscheidungen in Organisationen tatsächlich zustande kommen. Daraus entwickelte er das Konzept der begrenzten Rationalität: Menschen entscheiden mit begrenzter Zeit, Information und Rechenkraft und suchen deshalb nicht die beste, sondern eine ausreichend gute Lösung. Für diese Arbeiten erhielt er 1978 den Wirtschaftsnobelpreis.

Gleichzeitig gehört Simon zu den Gründern der künstlichen Intelligenz. Mit Allen Newell entwickelte er Mitte der 1950er Jahre den Logic Theorist, ein Programm, das mathematische Beweise fand, und später den General Problem Solver. Beide erhielten 1975 den Turing Award. Dass die Fragen „Wie entscheiden Menschen?“ und „Wie können Maschinen entscheiden?“ bei ihm zusammenfallen, macht ihn für das Thema Mensch und KI besonders interessant.