Irving Janis forschte an der Yale University zu Entscheidungen unter Stress und zur Wirkung von Überzeugungsversuchen. Bekannt wurde er mit seinem Buch Victims of Groupthink (1972), später erweitert als Groupthink (1982).
Darin analysierte er außenpolitische Fehlentscheidungen der USA, darunter die Invasion in der Schweinebucht 1961, und verglich sie mit gelungenen Entscheidungen wie der Bewältigung der Kubakrise ein Jahr später, an der teilweise dieselben Personen beteiligt waren. Sein Befund: Nicht die Intelligenz der Beteiligten entscheidet, sondern die Art, wie die Gruppe zusammenarbeitet (siehe Gruppendenken).
Janis entwickelte auch Empfehlungen gegen Gruppendenken, die bis heute verwendet werden: Führungspersonen sollen ihre Meinung zurückhalten, Außenstehende sollen einbezogen werden, und eine Person soll ausdrücklich widersprechen. Gemeinsam mit Leon Mann schrieb er außerdem ein Standardwerk über Entscheidungskonflikte.