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John Naisbitt

Amerikanischer Autor und Trendforscher (1929–2021), der den Begriff Megatrend mit seinem Buch von 1982 verbreitete.

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#Trendforschung#Strategische Vorausschau#Megatrends

John Naisbitt (1929–2021) war ein amerikanischer Autor und Berater, der Trends in Wirtschaft und Gesellschaft beschrieb. Sein Buch Megatrends: Ten New Directions Transforming Our Lives (1982) wurde ein internationaler Bestseller und machte den Begriff Megatrend bekannt. Naisbitt beschrieb darin zehn Entwicklungen, darunter den Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und die Hinwendung von Institutionshilfe zu Selbsthilfe.

Für seine Trendbeschreibung wertete Naisbitt nach eigenen Angaben und nach verbreiteter Darstellung Zeitungsberichte über das aus, was Gemeinden und Regionen beschäftigte, und schloss daraus auf kommende Entwicklungen. Spätere Bücher, etwa Megatrends Asia (1996), übertrugen den Ansatz auf andere Weltregionen.

Naisbitts Arbeit gilt als Ausgangspunkt der kommerziellen Trendforschung. Im Wissensbereich wird sie im Artikel zur strategischen Vorausschau eingeordnet, der zeigt, wo Trendforschung von wissenschaftlich begründeten Verfahren wie Szenarioplanung unterscheidbar ist.

Zur Kritik: Das Verfahren ist wenig nachvollziehbar dokumentiert, und Prognosen lassen sich im Nachhinein leicht passend deuten. Der Hannoveraner Sozialwissenschaftler Holger Rust hat der kommerziellen Trendforschung 2008 mangelnde Methodik vorgeworfen; Naisbitt selbst sprach eher von einer Denkhaltung als von einem Verfahren.

Quellen