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Marilyn Strathern

Britische Sozialanthropologin, die die bekannte Kurzfassung von Goodharts Gesetz formulierte.

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#Kennzahlen#Audit

Marilyn Strathern ist eine britische Sozialanthropologin an der Universität Cambridge. Bekannt wurde sie durch ethnografische Studien in Melanesien und durch Arbeiten zu Verwandtschaft, Geschlecht und Wissenschaft. Im Wissensbereich begegnet sie wegen eines Aufsatzes über Bewertungssysteme.

In „‚Improving ratings‘: audit in the British University system“ (1997) untersuchte sie, wie Universitäten auf staatliche Leistungsbewertungen reagieren. Dort steht sinngemäß: Wenn eine Messgröße zum Ziel wird, ist sie keine gute Messgröße mehr. Strathern schrieb das als Verallgemeinerung von Charles Goodharts Beobachtung aus der Geldpolitik; in dieser Form wird es seither als Goodharts Gesetz zitiert, obwohl der Wortlaut von ihr stammt.

Ihr Beitrag liegt weniger in der Formel als in der Beobachtung, dass Prüf- und Bewertungsverfahren die Praxis verändern, die sie erfassen wollen: Aus der Beschreibung dessen, was geleistet wird, wird eine Vorgabe dafür, was man vorzeigen muss. Ähnliches beschrieb der Sozialpsychologe Donald Campbell für Sozialindikatoren.

Strathern bezog sich auf das britische Hochschulsystem der 1990er Jahre. Wie weit sich ihre Befunde auf andere Organisationen übertragen lassen, ist eine Frage der Vergleichbarkeit und kein Ergebnis ihrer Studie.

Quellen

  • Strathern, M. (1997). ‘Improving ratings’: audit in the British University system. European Review, 5(3), 305–321. Cambridge Core.
  • Wikipedia: Marilyn Strathern.