Horst Rittel lehrte an der Hochschule für Gestaltung in Ulm, danach an der University of California in Berkeley und an der Universität Stuttgart. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie Planung und Gestaltung funktionieren, wenn es keine eindeutig richtige Lösung gibt. Dafür entwickelte er unter anderem eine Methode, Planungsdiskussionen als Netz aus Fragen, Positionen und Argumenten festzuhalten.
Melvin Webber war Stadt- und Regionalplaner in Berkeley. Er hatte früh beschrieben, dass städtische Gemeinschaften nicht mehr nur räumlich, sondern zunehmend über Kommunikation und Verkehr verbunden sind.
Gemeinsam veröffentlichten sie 1973 den Aufsatz „Dilemmas in a General Theory of Planning“. Darin beschrieben sie zehn Merkmale von Wicked Problems: Probleme, die sich nicht eindeutig formulieren lassen, kein klares Ende haben und bei denen jeder Lösungsversuch die Lage verändert. Der Aufsatz wurde weit über die Stadtplanung hinaus einflussreich, in Politikwissenschaft, Design und Managementforschung.