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Scrum

Rahmenwerk für die iterative Entwicklung komplexer Produkte in Zyklen von höchstens einem Monat, den Sprints.

2 Min. Lesezeit
#Scrum#Agiles Arbeiten#Projektmanagement

Scrum ist ein Rahmenwerk für die Entwicklung komplexer Produkte, in dem ein kleines Team in Zyklen von höchstens einem Monat, den Sprints, jeweils ein nutzbares Ergebnis (Inkrement) erzeugt. Es schreibt keine Techniken vor, sondern Rollen, Ereignisse und Arbeitsergebnisse: Product Owner, Scrum Master und Developers; Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review und Sprint Retrospective; dazu eine geordnete Liste der gewünschten Arbeit, das Product Backlog.

Der Name geht auf einen Aufsatz von Hirotaka Takeuchi und Ikujiro Nonaka in der Harvard Business Review von 1986 zurück, der Produktentwicklung mit einem Rugby-Gedränge verglich. Ken Schwaber und Jeff Sutherland stellten Scrum 1995 als Vorgehen für die Softwareentwicklung vor. Beide gehörten 2001 zu den Unterzeichnern des agilen Manifests. Heute pflegen sie den Scrum Guide, zuletzt in der Fassung von 2020.

Scrum und das flussorientierte Kanban werden im Artikel zum agilen Arbeiten gegenübergestellt. Scrum passt eher zu Produktentwicklung mit unklaren Anforderungen, Kanban eher zu laufender Arbeit wie Support.

Zur Kritik: Scrum wird oft als Abfolge von Terminen eingeführt, ohne dass Teams über ihre Prioritäten mitentscheiden; dann bleibt vom Ansatz wenig übrig. Belastbare Vergleichsstudien zur Wirkung sind selten, vieles stützt sich auf Befragungen und Erfahrungsberichte.

Quellen

  • Schwaber, K.; Sutherland, J.: The Scrum Guide (2020).
  • Takeuchi, H.; Nonaka, I. (1986): The New New Product Development Game. Harvard Business Review 64(1).
  • Wikipedia: Scrum (project management) (zur Geschichte).