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Richard Thaler & Cass Sunstein

Der Ökonom Richard Thaler (Nobelpreis 2017) und der Rechtswissenschaftler Cass Sunstein machten mit „Nudge“ (2008) die Idee der Entscheidungsarchitektur bekannt.

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#Verhaltensökonomik#Entscheidungsarchitektur

Richard Thaler lehrt an der University of Chicago und gilt als einer der Begründer der Verhaltensökonomik. Er brachte psychologische Befunde, etwa zu Selbstkontrolle, mentaler Buchführung und Fairness, in die Wirtschaftswissenschaft ein und erhielt dafür 2017 den Wirtschaftsnobelpreis. Cass Sunstein ist Rechtswissenschaftler an der Harvard University und leitete von 2009 bis 2012 im Weißen Haus die Behörde, die Regulierungsvorhaben der US-Regierung prüft.

Gemeinsam schrieben sie Nudge (2008). Das Buch prägte den Begriff der Entscheidungsarchitektur: Jede Gestaltung einer Entscheidungssituation beeinflusst das Ergebnis, etwa die Reihenfolge von Speisen in einer Kantine oder die Voreinstellung bei der betrieblichen Altersvorsorge. Da es keine neutrale Gestaltung gibt, plädieren sie dafür, sie bewusst so zu wählen, dass Menschen bessere Entscheidungen treffen, ohne ihnen Wahlmöglichkeiten zu nehmen.

Der Ansatz ist nicht unumstritten, weil er leicht zur Manipulation werden kann. Für Human-Agent-Systeme liefert er aber das Vokabular: Wie eine Freigabe gestaltet ist, entscheidet mit darüber, ob Menschen prüfen oder abnicken (siehe gezielte Reibung).