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Wang und Strong

Richard Wang und Diane Strong untersuchten 1996, was Datennutzende unter guter Datenqualität verstehen, und leiteten daraus ein Dimensionsmodell ab.

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#Datenqualität#Wirtschaftsinformatik

Richard Y. Wang und Diane M. Strong sind Forschende der Informationssysteme. Wang arbeitete am MIT, wo er das Programm Total Data Quality Management leitete. Ihr gemeinsamer Aufsatz „Beyond Accuracy: What Data Quality Means to Data Consumers“ erschien 1996 im Journal of Management Information Systems und gehört zu den meistzitierten Arbeiten zur Datenqualität.

Ihr Ansatz war empirisch. Statt Dimensionen aus der Theorie abzuleiten, befragten sie Datennutzende, was für sie gute Daten ausmacht, und verdichteten die Antworten in einem mehrstufigen Verfahren zu 15 Dimensionen in vier Gruppen: innere, kontextbezogene, darstellungsbezogene und zugänglichkeitsbezogene Qualität. Der Titel benennt das Ergebnis: Korrektheit allein beschreibt nicht, was Nutzende von Daten erwarten. Dahinter steht die Idee von Joseph Juran, Qualität an der Eignung für den Zweck zu messen.

Im Wissensbereich bilden die beiden den Hintergrund der Datenqualitätsdimensionen und von Datenqualität ist ein Organisationsproblem. Die heute oft genannten fünf Dimensionen (Vollständigkeit, Korrektheit, Konsistenz, Aktualität, Eindeutigkeit) sind eine spätere Verdichtung der Praxis und stammen nicht in dieser Form aus ihrem Aufsatz.

Zu beachten ist, dass die Befragten überwiegend aus dem Umfeld von Unternehmen und Hochschulen der damaligen Zeit stammten. Ob alle 15 Dimensionen heute noch gleich gewichtet würden, ist offen.

Quellen

  • Wang, R. Y. & Strong, D. M. (1996). Beyond Accuracy: What Data Quality Means to Data Consumers. Journal of Management Information Systems, 12(4), 5–33. Online einsehbar: web.mit.edu/tdqm.