Eric Ries war Mitgründer mehrerer Softwareunternehmen, darunter der Plattform IMVU. Dort erlebte er, wie ein Team monatelang ein Produkt baute, das Kundinnen und Kunden dann nicht haben wollten. Aus dieser Erfahrung und der Methode Customer Development seines Mentors Steve Blank entwickelte er das Vorgehen des Lean Startup.
Das gleichnamige Buch erschien 2011 und machte Begriffe wie Minimum Viable Product, Pivot und validiertes Lernen auch außerhalb der Gründerszene bekannt. Sein Kerngedanke: Ein Startup soll so schnell wie möglich herausfinden, ob seine Annahmen stimmen, und dafür lieber viele kleine Experimente machen als einen großen Plan umsetzen.
Später übertrug Ries die Ideen auf etablierte Unternehmen und gründete die Long-Term Stock Exchange, eine Börse für langfristig orientierte Unternehmen. Im Wissensbereich tauchen seine Gedanken im Rapid Prototyping Playbook und im Innovationsprozess auf.