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Vier Quellen von Widerstand

Diagnosemodell, das Widerstand gegen Veränderungen nach rationalen, emotionalen, politischen und kulturellen Ursachen unterscheidet.

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#Veränderungsmanagement#Widerstand

Die vier Quellen von Widerstand sind ein Diagnosemodell, das Widerstand gegen Veränderungen nach seiner Ursache sortiert: rational (fehlende Information, unklare Ziele), emotional (Angst vor Kontrollverlust oder Entwertung des Bisherigen), politisch (reale Verschiebung von Einfluss, Budgets und Entscheidungsrechten) und kulturell (Zusammenstoß mit den ungeschriebenen Regeln der Organisation). Die Unterscheidung ist praktisch gemeint, denn auf Widerstand aus Machtinteressen helfen Erklärungen wenig, auf emotionalen Widerstand wiederum keine Zahlen.

Es handelt sich um eine Synthese aus der Change-Literatur, die im Artikel zum Widerstand gegen Veränderung eingeführt wird, nicht um ein empirisch geprüftes Modell mit einem einzelnen Urheber. Die Einzelteile haben jedoch Entsprechungen in der Forschung: der emotionale Teil etwa in der Verlustaversion, der politische in der Mikropolitik, der kulturelle in Edgar Scheins Arbeiten zur Organisationskultur.

Die Grenze liegt in der Praxis: Ein Widerstand hat selten nur eine Quelle, und die Zuordnung ist selbst eine Deutung, die falsch sein kann. Wer Kritik vorschnell als „emotional“ abtut, übersieht berechtigte sachliche Einwände. Das Modell ersetzt daher das Gespräch mit den Betroffenen nicht, es strukturiert höchstens die Fragen, die man ihnen stellt.

Quellen